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Reinhard Suhner wird Schweizer- und Europameister

Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:37 Uhr

Gesamtsieger bei den Classics wurde das Schweizer Boot „Mecara“ (SUI 45) mit Reinhard Suhner an der Pinne. 

Bei prächtigem Sommerwetter und Windstärken zwischen 2 und 4 Beaufort konnten am Dienstag und am Mittwoch je drei Läufe ausgetragen werden. Am Donnerstag ist für die Teilnehmer aus insgesamt sechs europäischen Ländern Ruhetag. Am Freitag finden so genannte „Tune Up“ –Races und am Abend die offizielle Eröffnungszeremonie für die Europameisterschaft der 6m JI-Klasse statt. Der Start für die ersten Regatten ist für Samstagvormittag vorgesehen.

Trotz zeitweise starkem Regen herrschten auf dem Urnersee gute Windverhältnisse. Eine Thermik zwischen 3 und 5 Beaufort erlaubte die Durchführung von zwei Läufen, wobei sich die Wettfahrtleitung beim zweiten Lauf für eine Verkürzung der Strecke entschied.

Tagessieger in der Gruppe „Classic“ wurde das Boot „Titia“ (GBR 22) mit Andy Postle am Ruder. Im zweiten Rang platzierte sich mit „Erica“ (GBR 57) ein weiteres Boot aus England. Bei den „Modern“ belegte die französische Yacht „Junior“ mit Bernant Heisly an der Pinne den ersten Rang. „Junior“ hatte diese Woche bereits die Internationale Schweizer Klassenmeisterschaft.gewonnen..Auf dem 2. Rang landete „Sophie II“ (SWE 132) mit Hugo Stenbelk am Ruder. Bestes Schweizer Boot wurde die „Temptatione 3“ (SUI 104) mit Steuermann Beat Furrer auf Rang 3.

Bei idealen Wetterverhältnissen konnten auch am zweiten EM-Renntag zwei Läufe gesegelt werden. Den ersten Lauf bei den Modern gewann die schwedische Yacht „Sophie II“ (SWE 132). Im zweiten Lauf setzte sich „Junior“ (FRA 177) an die Spitze. Den ersten Lauf bei den Classics gewann (SUI 45). Siegerin der zweiten Regatta des Tages wurde „Erica“(GBR 57).

Pech hatte die älteste teilnehmende Yacht „Rita“ mit Baujahr 1893. Im ersten Lauf, unmittelbar vor der Luv-Tonne, wurde der Druck auf den alten Holzmast offensichtlich zu gross, so dass dieser zerbrach und die Crew vom Bodensee zur Aufgabe zwang.

Nachdem „Rita“ als älteste teilnehmende Yacht wegen Mastbruchs am Vortag ausscheiden musste, kämpften noch 26 Boote um die Europameisterschaft der Sechser-Klasse. Bei Windstärken zwischen 2 und 3 Beaufort setzte sich bei den Classics „Mecara“ (SUI 45) durch und gewann den 5. Lauf der diesjährigen Europameisterschaft. Bei den Moderns hiess das Siegerboot „Temptation 3“ (SUI 104) mit Beat Furrer an der Pinne.

Morgen Dienstag findet die diesjährige Europameisterschaft ihren offiziellen Abschluss. Die Rennleitung unter Leitung des Urners Gregor Zurfluh als Principal Race Officer hofft, am letzten Tag noch ein bis zwei weitere Läufe durchführen zu können.

Der Regattaverein Brunnen zeichnete gemeinsam mit der Schweizer Vereinigung der 6m JI-Klasse für die perfekte Organisation verantwortlich. Ideale Windverhältnisse mit Stärken zwischen 2 und 4 Beaufort an den meisten Tagen trugen das Ihre dazu bei, dass der Anlass zu einem Grosserfolg für die Veranstalter und zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Teilnehmer wurde. 30 Boote waren ursprünglich gemeldet. Am Start erschienen schliesslich 27 Yachten aus Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Schweden und der Schweiz. Pech hatte das älteste teilnehmende Boot „Rita“ mit Baujahr 1893. Die noch mit einem Holzmast und Gaffelsegel ausgestattete Yacht wurde im vierten Lauf, kurz vor der Luvboje, gleichzeitig von einer Böe und einer Welle erfasst, worauf der Mast dem Druck nicht mehr standhielt und zersplitterte. Der Crew vom Bodensee blieb nichts Anderes übrig, als die Segel definitiv zu streichen.

Favoriten an der Spitze
Sowohl bei den Classics wie bei den Modern setzten sich die Favoriten von Anfang an durch. Die Schweizer Yacht „Mecara“ (SUI 45) mit Reinhard Suhner an der Pinne startete zwar mit zwei fünften Rängen, legte dann aber mit einem zweiten und zwei ersten Plätzen einen fulminanten Finish hin. Zweiter wurde der Brite Andy Postle mit „Titia“ (GBR 22). Als dritte stieg die Crew von „Astree“ (SUI 44) mit Steuermann Philippe Dürr auf das Podest. 
In der Gruppe „Modern“ war das schwedische Boot Sophie II“ (SWE 132) mit Hugo Stenbeck am Ruder trotz einem vierten Rang im letzten Lauf nicht zu schlagen. Die ersten vier Rennen hatte die erfolgreiche Crew mit je zwei zweiten und zwei ersten Plätzen souverän gewonnen. Zweiter wurde „Junior“ (FRA 177) mit dem Schweizer Bernard Haissly an der Pinne. Den dritten Rang belegte die Schweizer Yacht „Temptation 3“ (SUI 104) mit Beat Furrer am Ruder.

„Das Beste, was ich je angetroffen habe..“
Einmal mehr erwies sich der Urnersee als ideales Segelrevier. Mit Ausnahme des letzten Regattatages herrschte täglich eine Thermik von zwei bis vier Beaufort. Insbesondere die ausländischen Teilnehmer, von denen viele an Hochseeverhältnisse gewohnt sind, waren begeistert. „Dass wir in den Bergen so ideale Regattabedingungen vorfinden, hatte wohl kaum einer von uns erwartet“, meinte der Internationale Klassenpräsident der Sechser, Tim Street aus Grossbritannien. Ein Teilnehmer aus Deutschland lobte insbesondere die perfekte Organisation zu Land und zu Wasser. „Ich segle seit 30 Jahren auf internationalen Gewässern. Aber die EM auf dem Vierwaldstättersee war in jeder Hinsicht das Beste, was ich je angetroffen habe“, meinte er. Ein Lob, das die Organisatoren verständlicherweise gerne hörten.

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Die Segler- Vereinigung Bottighofen (SVB) ist Stolz, und gratuliert Reinhard Suhner herzlich zu diesem Erfolg. Wir wünschen Ihm und seiner Crew weiterhin Mast- und Schotbruch und freuen uns auf weitere Erfolge !